Buddhismus

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Buddhismus – eine Einführung

Sich einer fremden Religion zu nähern, erfordert etwas Unvoreingenommenheit. Es bringt uns einem anderen Menschen näher, nicht nur, wenn wir fremde Länder, Regionen besuchen. Auch hierzulande wenden sich viele Menschen dem Buddhismus zu.

Rund 500 Jahre vor Jesus von Nazareth und mehr als ein Jahrtausend vor Mohammed wirkte Buddha. Doch er hat nichts an seinem Mythos verloren, die Menschen stehen dazu.

Was bedeutet er nun, dieser Buddhismus? Erst einmal unterscheidet er sich von dem in Europa vorherrschendem Christentum dadurch, dass er nicht hierarchisch strukturiert ist. Ebenso drückt er dem Laien kaum Regeln auf. So genügen wenige und klar formulierte Grundsätze. Auch eine „Heilige Schrift“ ist dem Buddhisten unbekannt. Buddha hat nichts schriftliches hinterlassen. Erst seine Anhänger, Mönche und Zuhörer reflektierten seine Gedanken aus ihren Erinnerungen. Später folgten etliche vielschichtige Interpretationen. Somit verfügt der Buddhismus heute über ein unüberschaubares Konvolut an spirituellen Texten, die in zahlreichen Kulturen entstanden, in unterschiedlichen Sprachen verfasst sind. Das einzige, was der Buddhismus klar verlangt, ist niemals unkritisch zu glauben.

Doch was macht einen Buddhisten nun zum Buddhisten?

  • Bekenntnis
  • Lehre
  • Gemeinschaft

Reisereportage

Die murmelnden Mönche

Zu Besuch im russischen Lamakloster Ivolginsk

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Burjatien – Knapp 40 Kilometer westlich von Ulan-Ude, an den Ausläufern des Chamar-Daban-Gebirges erhebt sich das zentrale Heiligtum des Buddhismus in Russland: das Lamakloster Iwolginsk (Иволгинский дацан «Хамбын Хурэ»). Der Buddhismus ist in Russland eine vergleichsweise junge Erscheinung, in der Baikal Region hat er fast gleichzeitig mit dem Christentum Einzug gehalten, vor etwa 250 Jahren. zur Reportage


Russland Lamakloster Iwolginsk Stupa
Russland Lamakloster Iwolginsk Stupa

Entstehung des Buddhismus

Der Buddhismus existiert in Asien in unterschiedlichen Formen. Er breitete sich langsam auf dem asiatischen Kontinent aus. Erst im 3. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung (Jh. v. u. Z.) erstreckte er sich zunächst über das heutige Indien und Sri Lanka. Wenig später schwappten Buddhas Ideen nach Südostasien über.

Im 3. Jh. v. u. Z. erreichten die ersten Wanderprediger die Küsten Javas und Borneos. Bis dahin setzte sich vor allem die Strömung des theravada, die strengste Form des Buddhismus durch.

Während im 12. Jh. u. Z. der Buddhismus in Indien mehr und mehr an Einfluss verlor, erlebte Myanmar, Laos und Kambodscha seine Blütezeit. Diese Ausbreitung hält bis heute an.

Im 1. Jh. dehnte sich die buddhistische Lehre, die mahayana Strömung, in nördlicher Richtung aus. Erste Einflüsse erlangte sie in Zentralasien, dem heutigen Westusbekistan, Kirgisien, Tadschikistan und Afghanistan. Über die Seidenstraße, der alten Handelsroute, erreichte die Lehre im frühen 2. Jh. China. Hier konnte sich der Buddhismus gegen den dort  vorherrschenden Konfuzianismus und Daoismus durchsetzen. Unter den gegebenen Mächten Chinas entwickelte sich ein ganz eigener, auf Meditation basierender Buddhismus. (Chan- / Zen-Tradition)

Nach Tibet gelangte die Lehre Buddhas erst im 7. Jahrhundert. Von dort aus wurde er in die Mongolei, im 13. Jh. und Russland, im 17. Jh., getragen.


»Mongolei« – Reportagen aus dem Land der Mythen

Mongolei – Reportagen aus dem Land der Mythen
Mongolei – Reportagen aus dem Land der Mythen

Februar 2015 – ISBN: 978-3-7347-6312-0 – 120 Seiten – 24 s/w Fotos – 8,99 Euro

Wie sich die nomadische Mongolei zu einem konsumorientierten Land verändert hat, in dem westliche Lebensart mehr zählen als die alten Tugenden. Und warum daran auch der Kult um Dschingis Khan nichts ändert.

»Wenn wir, ein ganzes Volk, in gemeinsamer Anstrengung und gemeinsamem Willen, zusammenkommen, so gibt es nichts auf der Welt, was wir nicht erreichen oder lernen könne.« (Süchbaatar)

… Der Blick durch die Tür ist jeden Tag derselbe. Egal wo ihr Ger in der Gobi gerade steht. Eine Gebirgskette, morgens saftig gelb und mittags, blass gelbbraun, am Abend herrlich rötlich und in der Nacht pechschwarz. Auf der weiten Wüstensteppe gibt es glühende Schicksale, deren Puls die Jahreszeiten und deren Herz die Menschen in den Gers sind. Sie singen, während der Wind über das Land streift, das Lied vom Leben. Mag sein, dass die Wüstensteppe für einen Fremden nur ein karg bewachsener Sandkasten ist, für den Nomaden ist es der Gesang der Düne, der sie glücklich macht.

enthaltene Reportagen

  • Der fünfte Tiger Asiens – Von Urga nach Ulaanbaatar
  • Nomadenstaat – Aufbruch in ein neues Zeitalter
  • Der Buddhismus – die Erlösung – Zwischen Tradition und Wirklichkeit: Karakorum, Ulaanbaatar und der Rest der Welt
  • Wind, Sand und Kaschmirwolle – Kamelzüchter in der Wüste Gobi

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