Reisevorbereitung – Informationen finden und bewerten

Reisevorbereitung

Informationsquellen finden

Titel Reisevorbereitung Informationen beschaffen Jan Balster

Unsere Ansichten sind wie unsere Bedürfnisse verschieden, so unterscheiden sich auch unsere Beurteilungen zu stark voneinander. Der Backpacker mag es überwiegend »billig«, der Urlauber meist »alles inklusive«, der Flashpacker eher »bequem« und alle mögen es »sonnig.« Der Wanderer liebt die Berge, der Surfer die Wellen des Meeres, der Urlauber eher den Strand, der Bildungshungrige die Museen und der Umweltbewusste steigt eher in die Bahn oder den Bus. Alle suchen Informationen, am besten individuell zugeschnitten, passgenau für die Vorstellung unserer Traumreise. Wo finden wir sie, diese Informationen und wie können wir sie verarbeiten, sind sie uns nützlich.

Eine falsche Information ist schlimmer als gar keine.

Wonach suchen wir?

Manchmal kann es sein, dass Sie lediglich ein hübsches Bild bei einem Reisevortrag sehen, und der AHA-Effekt setzt ein. Dort will ich hin. Sofern wir uns jetzt nicht ziellos in Bücherbergen, DVD Sammlungen oder gar im Internet verlieren wollen, müssen wir klare Vorstellungen über unsere Reise besitzen. Beantworten wir uns ein paar Fragen:

  • Wohin geht die Reise? Region, Land, Stadt etc.
  • Wie wollen wir unterwegs sein? Backpacker, Flashpacker, Urlauber, Fahrradtourist etc.
  • Welche Einreisebedingungen gelten in unserem Zielland?
  • Welche Papiere müssen beschafft werden?
  • Welche Vorsorgeaufwendungen sind notwendig? Gesundheit, Training vorab, Auslandskrankenversicherung etc.
  • Reise ich allein oder eher in der Gruppe? Bin ich mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs oder nutze ich ein anderes Transportmittel?
  • Welche Art der Reise bevorzuge ich? Bildungsreise, Entspannungsurlaub etc.
  • Was möchte ich sehen?
  • Will ich mich bilden oder eher faulenzen? Liebe ich die Abgeschiedenheit oder gehe gern zur Party? Genügt mir ein Zelt oder gastiere ich lieber im Luxushotel?

Klare Vorstellungen sparen viel Zeit, gezielt vertrauenswürdige Quellen zu erreichen.

Welche Quellen gibt es?

Reiseführer: Reiseführer liefern immer noch die besten Informationen, vorausgesetzt neueren Erscheinungsdatums. Je nach Interessen und Anspruch unterscheiden sie sich allerdings stark.

Individualreiseführer: hier finde sich jeder nur erwähnenswerte Ort, oft mit Stadtplan, Angaben zu Verkehrsverbindungen für die Weiterreise, Museen, Unterkünfte, Campingplätze, Reiseveranstalter, Banken und Restaurants. Meist gibt es auch die Preise dazu und wichtige Telefonnummern und Öffnungszeiten.

Kunstreiseführer: bestens geeignet für bildungshungrige Pauschaltouristen. Leider werden oft auch Sehenswürdigkeiten hochgespielt, wo es nichts mehr zu sehen gibt. Dafür bieten sie ein umfangreiches kulturell – historisches Wissen. Sie sind meist sehr gut illustriert.

Tourenführer: Der wichtigste Punkt liegt bei der genauesten Beschreibung von einzelnen Routen. Sehr gut geeignet für Planungsneulinge und Reisende, die sich viel Zeit mit der Recherche einer neuen Route ersparen wollen. Allerdings ist über die Wege abseits der Touristenpfade nur wenig bis gar nichts zu erfahren.

Weitere Links zu Reisebuchverlagen:

Landkarten: Eine sehr gute Informationsquelle, wenn man die richtige Karte hat. Je weniger das Zielgebiet touristisch erschlossen ist, desto schwieriger wird eine Besorgung, desto geringer ist ihre Genauigkeit.

Mit Vorsicht ist Kartenmaterial zu betrachten, das von einer Regierung oder Tourismusministerien verlegt wird, sie enthalten oft Wunschdenken. Allerdings gibt es auch Gebiete, wovon es gar keine anderen Karten gibt, hier helfen die Landesvermessungsämter oft weiter.

Ich würde mir auf jeden Fall die Zeit nehmen und im speziellen Buchhandel nach geeigneten Karten fragen.

Buchtipp zum Kartenlesen: Höh, Schwieder; Reise Know-How Orientierung mit Karte, Kompass und GPS, (bei amazon oder genialokal ansehen) Reise Know-How Verlag

Internet: ILH Internationales Landkartenhaus / GeoCenter TMS GmbH in Stattgart


Vietnam, Buch, Reportagen, Reisereportagen, backpacking, Asien, Südostasien, Ahnenkult, Cao Dai, Buddhismus, Natur, Abenteuer, Menschen, Saigon, Hanoi, Mekong, Roter Fluss, Reise

Zu Fuss von Dresden nach Dublin - 3100 Kilometer ohne Geld durch Europa

Usbekistan - Reportagen aus dem Land der Märchen

Sibirien - Reportagen aus Russland, dem Land der Sagen

„Mongolei“ – Reportagen aus dem Land der Mythen

 

Reiseberichte: sind immer subjektive Erfahrungen, Empfindungen und Erfahrungen mit dem bereisten Land, der Region, dem Gebiet. Suchbegriffe im Internet: (Region, Land, oder Gebiet) + Reisebericht, Erfahrung, Reiseerfahrung, Reportage, Reise etc. / Globetrotter, Traveller, Naturfreund, Wandern, Weltenbummler etc. / Jakobsweg, -pilger, Baltischer Ring, Europäischer Fernwanderweg, weitwandern, fernwandern, zu Fuß unterwegs etc. weiteres siehe: persönlicher Austausch

Landesregierungen: Die meisten Institutionen eines Landes führen öffentliche Listen mit Einschätzungen über andere Länder. In Deutschland ist hierfür das Auswärtige Amt zuständig, für Österreich das Außenministerium, in der Schweiz das Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA

Weitere Links zum Tourismus:

Kulturinstitute: Viele Staaten nutzen Institute, um ihr Kulturgut in anderen Ländern bekannt zu machen und zu verbreiten.

Non (Profit) Government Organisationen (NPO, Nichtregierungsorganisationen, NGO): Diese Organisationen arbeiten weniger gewinnorientiert, sie verfolgen mehr soziale, kulturelle und oder wissenschaftliche Ziele. Interessant für Menschen, welche sich in fremden Ländern engagieren möchten. Hierzu zählen auch verschiedene Rettungsdienste etc.

Verzeichnis der Entwicklungsorganisationen

Reisezeitschriften: Reisezeitschriften gibt es eine Menge und in einer gut sortierten Zeitschriftenhandlung, oft in Bahnhöfen der Großstädte, findet sich sicher eine passende Publikation.

Wichtigstes Kriterium, sich ein neueres Exemplar zuzulegen, ist ihre Aktualität.

Reisemagazine:

Tageszeitungen und Magazine mit Reisebeiträgen:

Fremdenverkehrsamt: Eine Anfrage kann nicht schaden. Doch erwarten Sie nicht zu viele Informationen. Sind ausländische Touristen noch selten im Land, so fallen die Informationen oft noch spärlicher aus. Wichtigste Information dürfte bei bedenklichen Staaten ihre Sicherheitslage sein.

Reisebüro: Reisebüros verkaufen Pauschalreisen. Die meisten nach Katalog. Informationen sind daher selten zu erwarten. (Aufgrund der sehr geringen Margen bei Katalogreisen, binden sich viele Reisebüros an einen oder zwei Veranstalter. Nur diese Exklusivbindung ermöglicht ihnen ein Überleben am Markt.)

Spezial-Reisebüros sind dennoch sehr nützlich, wenn es um komplizierte und zeitraubende Themen geht: Visabeschaffung, Fahrkarten für Transportmittel in touristisch unerschlossene Länder und Gebiete. Hierzu sollten Sie sich ein Büro aussuchen, was sich auf Ihr Wunschreiseland spezialisiert hat. Kleinere spezielle Reisebüros sind oft sehr kooperativ. (z. Bsp. Russland, Seidenstraße, Vietnam: www.knop-reisen.de)

Radio, Presse und Fernsehen: Um vor der Reise, vor allen unterwegs auch gut informiert zu sein, bieten sich folgende Seiten an:

Persönliche Kontakte zum Austausch von Reiseinformationen

Je länger und intensiver wir ein Land besuchen und erkunden, vielleicht sogar dort leben wollen, desto wichtiger werden persönliche Kontakte. Während man sich bei Kurzbesuchen oder Urlaubsaufenthalten auf den Kontakt im Reisebüro, den Austausch bei Veranstaltungen oder mit Freunden beschränken kann, bleibt bei längeren Aufenthalten eine intensivere, gar umfängliche Recherche nicht aus. Sofern Sie sogar auswandern, zumindest längere Zeit über einige Jahre im Ausland leben wollen, benötigen Sie Auslandskontakte.

Reiseclubs / Globetrotter / Reisende treffen

Informieren vor Ort

Landeskenner (nicht immer vor Ort): Von den Tipps sogenannter Landeskenner rate ich ab. Sie können sich kaum noch in die Situation eines Neulings versetzen. Oft werden Probleme herunter gespielt oder verkompliziert, weil sie sich wichtig machen wollen.

Experten: Im Unterschied zum Landeskenner, leben sie oft aus beruflichen Gründen vor Ort. Sie kennen sich oft alle untereinander, bilden meist Kolonien. Sie unterstützen sich im Alltag. Durch diese Personen finden Sie leichter Zugang zu Firmen, Behörden, NGOs, etc.

Suchbegriffe im Internet: Deutsche im Ausland, Deutschsprachige Auslandsmedien, auswandern nach …, etc. (nutzen Sie besser Wortgruppen zur Suche)

Weitere Links:

Einheimische: für Fragen rund um den Alltag (Behörden, Banken, Polizei, Taxi, Bäder, Ärzte, Preise, Geschäfte, lokaler Verkehr etc.). Die Frage nach dem nächsten oder einem hübschen Hotel / Unterkunft wird unbefriedigend beantwortet. Dazu befragen Sie besser andere Reisende, man empfiehlt gern, was gefällt. Ältere Bewohner kennen sich oft besser mit dem öffentlichen Leben, jüngere Leute mit Freizeitaktivitäten und dem Nachtleben aus. Als Regel gilt, fragen Sie zwei, besser drei Personen und vergleichen die Antworten, bevor Sie losstürmen. Es gibt Menschen, die geben lieber eine falsche Auskunft, als zuzugeben, sie wissen es nicht. Auch bei Entfernungen hat jeder Mensch ein anderes Gefühl.

Taxifahrer: kennen Lösungen für Dinge / Probleme / sensible Wünsche, sofern sie etwas daran verdienen können. Tipp: schauen Sie sich die zu fahrende Route vorher auf der Karte an. Fremde werden gern mit Umwegen zum Ziel befördert. (Das passiert nicht nur in Drittländern)

Touren-Guides: sind Spezialisten für eine bestimme touristisch gefragte Region, leben selbst in der Region. Sofern sie als selbständiger Unternehmer arbeiten (besonders in Südamerika, Asien und Afrika) vertreten sie ausschließlich die Interessen ihrer Familie. Es gibt nur Informationen, wenn es einen Verdienst einbringt. Empfehlungen werden fast nur für Partner oder Kollegen ausgesprochen. Auch hier gilt die Regel, besser mehrere Personen fragen, um eine verwertbare Information zu erhalten.


 

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